Was kostet ein Imagefilm?
Konkrete Zahlen statt „kommt drauf an": die vier Preisfaktoren, woran du ein seriöses Angebot erkennst – und was es kostet, den Film als Kampagne arbeiten zu lassen.
Wer diese Frage googelt, bekommt meistens eine Ausweichantwort: „Das hängt vom Projekt ab." Das stimmt sogar – aber es hilft dir nicht weiter, wenn du ein Budget planen musst. Deshalb hier die ehrliche Version: konkrete Zahlen, die vier Stellschrauben, an denen der Preis wirklich hängt, und ein Blick auf das, was Angebote gern verschweigen.
Die ehrliche Kurzfassung.
Professionelle Imagefilme und Unternehmensfilme starten bei uns ab 4.500 € – dafür bekommst du Konzept, Dreh und Postproduktion aus einem Team, nicht eine Speicherkarte mit Rohmaterial. Nach oben ist die Spanne offen: mehrere Drehtage, inszenierte Szenen oder aufwendige Animationen können den Preis vervielfachen. Die meisten Mittelstands-Projekte bewegen sich im niedrigen bis mittleren fünfstelligen Bereich – und nach einem kurzen Gespräch weißt du, wo deins liegt: Du bekommst ein klares Angebot, in der Regel innerhalb eines Werktags.
Warum nicht billiger? Weil ein Imagefilm kein Tagesprodukt ist. Hinter zwei Minuten Film stehen Konzeptarbeit, ein Drehtag mit Team und Technik, und mehrere Tage Schnitt, Farbkorrektur und Sounddesign. Wer deutlich darunter anbietet, spart an genau diesen Stellen – man sieht es dem Ergebnis an.
Die vier Stellschrauben.
Vier Faktoren bestimmen fast den gesamten Preis. Wenn du sie kennst, kannst du jedes Angebot lesen – und dein eigenes Projekt realistisch einordnen.
Drehtage und Locations.
Der Drehtag ist der größte einzelne Posten: Kamerateam, Licht, Ton, Technik – alles steht für einen Tag an deinem Standort. Ein Drehtag an einer Location ist der Normalfall für einen Imagefilm. Jeder weitere Tag und jeder zusätzliche Standort erweitern Team-Einsatz und Logistik – und damit den Preis, planbar und vorab beziffert.
Konzept und Aufwand.
Ein dokumentarischer Film – echte Menschen, echte Arbeit, geführte Interviews – ist schlanker als eine inszenierte Produktion mit Drehbuch, Ausstattung und Komparsen. Beides hat seinen Platz: Das Interview-Format lebt von Glaubwürdigkeit, die Inszenierung von Kontrolle über jedes Bild. Für die meisten Unternehmensfilme ist der dokumentarische Weg der richtige – und der wirtschaftlichere.
Postproduktion.
Schnitt, Farbkorrektur und Sounddesign gehören immer dazu – sie machen aus Material einen Film. Was den Posten wachsen lässt, sind Extras: Motion Graphics, 3D-Animationen, aufwendige Effekte oder viele Korrekturrunden. Ein gutes Angebot beziffert, wie viele Schleifen enthalten sind, statt sie hinterher nachzuberechnen.
Fassungen und Formate.
Der Hauptfilm ist selten das Ende: Schnittfassungen für Social Media – vertikal, kurz, mit Untertiteln – machen aus einem Dreh ein Materialpaket für Monate. Jede zusätzliche Fassung ist Schnittarbeit und gehört ins Angebot, wenn der Film mehr tun soll, als auf der Website zu warten.
Warum gibt es Imagefilme für 500 €?
Weil „Imagefilm" kein geschützter Begriff ist. Im Billig-Segment arbeiten Baukasten-Anbieter mit Stock-Material und Vorlagen, KI-Werkzeuge setzen Diashows aus deinen Fotos zusammen, und Solo-Anbieter drehen ohne Konzept ab, was der Tag hergibt. Das ist nicht verwerflich – es ist ein anderes Produkt. Es fehlt das, was einen Imagefilm zum Vertriebswerkzeug macht: eine Geschichte, die auf ein Ziel hin erzählt ist, sauberer Ton, konsistente Farbe und Bilder, die dein Unternehmen zeigen statt irgendeins.
Die einfache Prüffrage: Würdest du den Film einem Kunden im Pitch zeigen? Wenn die Antwort zögert, hat der Film seinen Zweck verfehlt – egal wie wenig er gekostet hat. Ein Film, den niemand einsetzt, ist die teuerste Variante von allen.
Woran du ein gutes Angebot erkennst.
Preise vergleichen funktioniert nur, wenn die Angebote dasselbe meinen. Diese Punkte sollte ein seriöses Angebot schwarz auf weiß beantworten:
- Drehtage und Team benannt: Wie viele Tage, wie viele Leute, welche Gewerke – nicht „Videoproduktion pauschal".
- Konzept enthalten: Storyline und Interviewführung sind Arbeit, die vor der Kamera passiert. Fehlt der Posten, fehlt später der rote Faden.
- Korrekturschleifen beziffert: Zwei Runden sind üblich. „Änderungen nach Aufwand" ohne Rahmen ist eine offene Rechnung.
- Nutzungsrechte geklärt: Wo darf der Film laufen, wie lange, auch als Werbeanzeige? Das gehört ins Angebot, nicht in die Nachverhandlung.
- Musik lizenziert: Der Track braucht eine Lizenz für deine Kanäle – sonst ist der Film auf Social nicht einsetzbar.
- Social-Fassungen mitgedacht: Vertikale Kurzformate aus demselben Dreh kosten im Paket wenig – nachträglich produziert ein Vielfaches.
Und was kostet es, den Film arbeiten zu lassen?
Die Frage stellt kaum ein Anbieter, dabei entscheidet sie über den Wert des Films: Ein Imagefilm, den nur Website-Besucher sehen, erreicht die, die dich schon gefunden haben. Als Werbeanzeige auf YouTube, Instagram oder LinkedIn erreicht er die, die dich noch nicht kennen.
Dafür trennen sich die Kosten in drei Teile, und die Trennung solltest du kennen: Die Produktion bezahlst du einmal – das ist das Angebot, um das es in diesem Artikel geht. Das Schalten und Betreuen der Kampagne – Zielgruppen, Varianten-Tests, Optimierung – ist laufende Arbeit und wird monatlich und individuell vereinbart. Und das Mediabudget geht direkt an die Plattformen; wie die Abrechnung dort funktioniert, erklärt unser Ratgeber zum Schalten von Social Ads.
Wie wir Imagefilme produzieren – vom Konzept bis zu den Fassungen für jeden Kanal – steht auf unserer Seite zu Imagefilm & Unternehmensfilm. Und wenn du wissen willst, wo dein Projekt liegt: Erzähl uns davon, die Antwort kommt in der Regel innerhalb eines Werktags.
Häufige Fragen
Professionelle Imagefilme starten bei uns ab 4.500 €. Den größten Einfluss haben Drehtage, Locations, der Konzept-Aufwand und der Umfang der Postproduktion. Nach einem kurzen Gespräch bekommst du ein klares Angebot für die Produktion – in der Regel innerhalb eines Werktags.
Der Minutenpreis ist eine Milchmädchenrechnung: Der Aufwand entsteht am Drehtag und im Schnitt, nicht in der Laufzeit. Ein dichter 90-Sekünder braucht denselben Drehtag wie ein Dreiminüter – oft sogar mehr Schnittarbeit, weil Verdichten die eigentliche Kunst ist. Rechne in Drehtagen und Fassungen, nicht in Minuten.
Vier bis acht Wochen von Konzept bis fertigem Schnitt, je nach Umfang und Abstimmungsschleifen. Wenn der Film zu einem festen Termin stehen muss – Messe, Website-Launch, Jubiläum – planen wir rückwärts von diesem Datum.
Weil darunter an Konzept, Team oder Postproduktion gespart werden muss – und genau diese drei Dinge entscheiden, ob der Film wirkt oder nur existiert. Ein Imagefilm ist ein Vertriebswerkzeug, das jahrelang im Einsatz bleibt: im Pitch, auf der Messe, in Kampagnen. Auf diese Nutzungsdauer gerechnet ist der Unterschied zwischen einem Film, der arbeitet, und einem, der nur läuft, ein Vielfaches des Preisunterschieds.
Der Film selbst: keine – er gehört dir mit den vereinbarten Nutzungsrechten. Laufende Kosten entstehen erst, wenn er als Kampagne arbeiten soll: Das Schalten und Betreuen vereinbaren wir monatlich und individuell, das Mediabudget für die Plattformen kommt separat dazu.
Bei uns: Konzept und Storyline, der Dreh mit eigenem Team und Equipment, Schnitt, Farbkorrektur und Sounddesign – plus die vereinbarten Schnittfassungen für deine Kanäle. Das Angebot benennt Drehtage, Korrekturschleifen und Nutzungsrechte, damit du vergleichen kannst, statt zu raten.
